SG Obwalden

SG Obwalden: Rückblick zum Spiel in Ascona

Damen 3. Liga

“Das Spiel FC Ascona vs. SG Obwalden wurde pünktlich um 14.00 Uhr angepfiffen vom Schiedsrichter. Nach 5 gespielten Minuten waren die Gemüter auf unserer Seite schon mehr als erhitzt. Etliche Male wurde den Obwaldnerinnen hinten in die Beine getreten. Und zwar so, dass dies schon als Tätlichkeit ausgelegt werden müsste. Etliche Male wurden die Hände im Zweikampf zur Hilfe genommen. Und nicht nur zur Hilfe, sondern unsere Spielerinnen wurden regelrecht weg geschupst. Dieses Verhalten wurde vom Schiedsrichter toleriert. Es gab nicht einmal einen Foulpfiff oder eine Verwarnung. Wie es dann auch kommen musste, wurde dem FC Ascona in der 7. Minute das erste Tor geschenkt. Denn es ging ein offensichtliches Foul am TW voraus. So auch beim 2. Tor in der 45. Minute als die Tessinerin den Ball mit der Hand mitnahm, stand der Schiedsrichter nicht weit vom Geschehen entfernt.

Nach dem Pausenpfiff ging ich mit einer unserer Spielerin, da sie fliessend italienisch Spricht, zum Schiedsrichter und meldete, dass wir die zweite Halbzeit nur noch unter Protest antreten werden. Dieser Entscheid wurde einerseits vom Schiedsrichter belächelt und anderseits meinte er dazu, dass es im ziemlich egal sei.  

In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts zum Guten. Im Gegenteil. Wenn eine Tessinerin mit gestreckten Beinen von hinten rein rutschte, was vom Schiedsrichter natürlich nicht geahndet wurde, applaudierten die Trainer vom FC Ascona noch. Auch gab es Beleidigungen durch die Tessiner Spielerinnen die unter der Gürtellinie waren. Ihnen war wohl nicht bewusst, dass alles verstanden wurde. Ansonsten hätte der Schiedsrichter auch eingegriffen. Aber es war für uns auch sehr fragwürdig, dass sich Trainer und Schiedsrichter zur Begrüssung umarmten und vor dem Spiel, in der Pause und nach dem Spiel die ganze Zeit zusammen in der Schirikabine verbrachten.  

Für uns von der SG Obwalden ist das Verhalten des FC Ascona und des gestrigen Schiedsrichters inakzeptabel. Wir sind nicht mehr bereit diesen Zeitaufwand zu betreiben für solche Spiele. Denn das hat nichts mehr mit Fussball zu tun. Und noch weniger mit Fairness. Es wurden Verletzungen in Kauf genommen ohne schlechtes Gewissen. Wenn dies für den FC Ascona zur Normalität gehört, sind wir nicht mehr gewillt diese Duelle anzutreten und weitere Verletzungen in Kauf zu nehmen. Wir sind der Meinung das ein solches Verhalten sanktioniert werden muss.”

 

Mit diesem Schreiben wendeten wir uns an den IFV, welches auch an den Tessinerverband weitergeleitet wurde. Daraufhin wurde der Schiedsrichtiger mit den Vorwürfen konfrontiert. Er wusste natürlich von nichts. Der Trainer vom FC Ascona sei ebenfalls Schiedsrichter. Darum diese freundschaftliche Begrüssung. Proteste in dieser Art können nicht eingelegt werden, wurde uns mitgeteilt. Einerseits sei kein Protest durch die Spielführerin unmittelbar nach einem Fehlentscheid eingegangen. Und anderseits sind nur regeltechnische Fehler des Schiedsrichter (falsche Spielaufnahme nach Unterbruch, Rückpassregel, usw) protestfähig. Dies haben wir zu akzeptieren. Wir hatten uns nicht zum Ziel gesetzt das Resultat anzufechten. Aber das Verhalten des Schiedsrichter und des FC Ascona. Bei einem forfait gewertetem Spiel verlieren wir ebenfalls 3:0. Aber wir haben keine Verletzten.